Der Unterschied zur Entrümpelung
Bei einer Entrümpelung ist klar, dass alles weg kann. Bei einer Haushaltsauflösung ist das fast nie klar, und genau darin liegt die Arbeit.
Wir gehen deshalb zuerst mit Ihnen durch die Räume, bevor etwas bewegt wird. Drei Stapel entstehen dabei: bleibt, geht in die Familie, kann weg. Was unklar ist, bleibt vorerst stehen.
Erst wenn diese Sichtung abgeschlossen ist, beginnt das Räumen. Umgekehrt geht es nicht, und wer es umgekehrt anbietet, nimmt in Kauf, dass etwas verschwindet, das jemandem wichtig war.
Papiere, Schmuck und Fotos
Was wir in Schubladen, Schränken und Kartons an Papieren, Dokumenten, Fotos und Schmuck finden, legen wir beiseite und übergeben es Ihnen. Das ist bei uns keine Zusatzleistung, sondern Teil des Auftrags.
Wir empfehlen trotzdem, vorher selbst durch die Papierfächer zu gehen. Niemand kennt den Haushalt so gut wie die Familie, und ein Sparbuch von 1978 sieht aus wie ein Heft.
Was sich noch weitergeben lässt
Bei einem alten Haushalt ist vieles in gutem Zustand: Geschirr, Wäsche, Werkzeug, Möbel. Auf Wunsch geht Brauchbares an soziale Einrichtungen statt in den Container.
Das kostet nichts zusätzlich. Es dauert etwas länger, weil sortiert werden muss, und es ist für viele Angehörige der leichtere Weg.
Wie wir vorgehen
- Erster Termin: Rundgang und Sichtung, ohne zu räumen
- Zweiter Termin: Räumen nach Absprache, Raum für Raum
- Gefundene Papiere und Wertsachen werden übergeben
- Zum Schluss besenrein und Schlüsselübergabe
Wenn die Familie weit weg wohnt
Oft wohnen die Angehörigen nicht mehr im Tal. Wir stimmen uns dann telefonisch ab und schicken Fotos von allem, bei dem wir unsicher sind.
Am Räumtag genügt eine Person vor Ort, und auch das nicht für den ganzen Tag. Die Übergabe am Ende dauert eine halbe Stunde.
Was ein Nachlass zusätzlich bedeutet
Wenn ein Haushalt nach einem Todesfall aufgelöst wird, kommt zur praktischen Arbeit eine rechtliche Seite dazu. Geräumt werden darf erst, wenn die Erbfolge geklärt ist und alle Beteiligten einverstanden sind.
Wir fragen danach, bevor wir einen Termin festlegen, und zwar nicht aus Misstrauen, sondern weil eine zu früh begonnene Räumung für alle Seiten teuer wird.
Liegt eine Zustimmung vor, arbeiten wir wie bei jeder Auflösung: erst sichten, dann räumen, Gefundenes übergeben. Was die Erbengemeinschaft untereinander regelt, geht uns nichts an, und wir mischen uns nicht ein.
Wie lange eine Auflösung wirklich dauert
Die Sichtung ist der längere Teil, nicht das Räumen. Für eine Zweizimmerwohnung mit Keller rechnen wir einen halben Tag Sichtung und einen Tag Räumen. Bei einem Haus mit Speicher und Nebengebäuden sind es ein Tag und zwei bis drei.
Zwischen beiden darf Zeit liegen, und oft ist das sogar besser. Angehörige, die von weiter kommen, brauchen ein Wochenende, um zu entscheiden; wir räumen danach.
Was in der Zwischenzeit stehen bleibt, bleibt stehen. Wir fangen nicht vorsorglich an, auch wenn es schneller ginge.