Was in ein Zimmer passt und was es kostet
Ein WG-Zimmer bringt erstaunlich konstant zwölf bis achtzehn Kubikmeter: Bett mit Lattenrost und Matratze, ein Schrank, Schreibtisch und Stuhl, ein Regal, zehn bis fünfzehn Kartons, dazu Fahrrad, Lampe und das, was an der Wand hing.
Das ist genau die Menge, für die der Einzelhaushalt gerechnet ist. Zwei Kräfte und ein Transporter mit zwölf Kubikmetern reichen, und meist ist vor dem Mittagessen alles drüben.
Wird es mehr, weil zwei Zimmer gleichzeitig ziehen oder viel Küchenkram dabei ist, rutschen wir in den Zweipersonenhaushalt. Gesagt wird das beim Rundgang, nicht bei der Rechnung.
Wenn ihr selbst fahrt
Viele mieten einen Transporter und brauchen nur Hände. Das geht: Dann entfällt der Wagenanteil der Klasse, und im Angebot steht, was abgezogen ist.
Zwei Dinge solltet ihr vorher klären. Erstens: Passt der gemietete Wagen zur Menge? Ein Zimmer in einen Kombi zu zwängen, kostet drei Fahrten statt einer. Zweitens: Wo darf er stehen? Im Tal ist der Platz vor dem Haus oft knapper, als er aussieht.
Vorher geklärt
- Wie viele Kartons sind es ungefähr
- Geht der Schrank am Stück durchs Treppenhaus
- Darf vor beiden Häusern gehalten werden
- Gibt es einen Aufzug, und falls nein: welches Geschoss
Zeitpunkte, an denen es hier eng wird
Das Monatsende ist überall voll. Im Tal kommt dazu, dass viele Zimmer an die Saison gebunden sind: Ende Oktober und Ende April wechseln besonders viele Mietverhältnisse, weil Winter- und Sommersaison dort ihre Grenze haben.
Wer in diesen Wochen zieht, sollte drei bis vier Wochen vorher fragen. Außerhalb davon reichen oft wenige Tage.
Kartons, Material und was danach damit passiert
Kartons gibt es zum Leihen für 0,95 Euro je Stück und Woche oder zum Kaufen für 1,90 Euro. Ein Zimmer kommt üblicherweise mit zwölf bis fünfzehn Stück aus.
Leihgut nehmen wir hinterher mit, wegwerfen müsst ihr nichts. Gekaufte bleiben bei euch, und beim nächsten Zug sind sie noch gut.
Zwischen zwei Mietverhältnissen
Ein häufiger Fall bei Zimmerumzügen: Das alte Zimmer ist zum Monatsletzten frei, das neue erst zum Fünfzehnten. Dann stehen zwei Wochen dazwischen.
Dafür gibt es das kleinste Lagerabteil ab 11 Euro am Tag. Zwei Wochen kosten damit rund 150 Euro, deutlich weniger als eine zusätzliche Monatsmiete.
Eingelagert wird am selben Tag, an dem ausgezogen wird. Das Herausholen fahren wir ebenfalls, ab 95 Euro je Richtung.
Wenn der Nachmieter schon wartet
Bei Zimmerumzügen ist der Übergabedruck oft größer als bei Wohnungen: Der Nachmieter zieht am selben Tag ein, manchmal am selben Nachmittag.
Wir legen den Termin dann bewusst auf den frühen Vormittag und räumen zuerst komplett aus, bevor wir zum Zielort fahren. So steht das Zimmer um die Mittagszeit leer und besenrein bereit.